Wordpress & DSGVO

DSGVO & WORDPRESS: EIN GUIDE FÜR EINE DATENSCHUTZKONFORME WEBSITE

Die neue Datenschutzgesetzverordnung ist da und viele Agenturen müssen Websiten Ihrer Kunden an die neuen Standards anpassen. Wir listen die wichtigsten Punkte auf, die für die neuen Anforderungen unbedingt angepasst werden müssen. Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keine juristische Beratung ist.

SSL

Hosting

Datenschutzerklärung

Cookies

Kontaktformulare

Kommentare

Google Analytics

WordPress Update

Drittanbieter

SSL Verschlüsselung

Sobald personenbezogene Daten über Kontaktformulare, Kommentarfelder oder ähnliches übertragen werden, ist eine SSL Verschlüsselung zwingend notwendig. Bei den meisten Hostinganbietern kann man das Zertifikat kostenlos erhalten, in jedem Fall aber zum Hostingpaket kaufen. Ob Ihre Seite per SSL verschlüsselt wird, erkennen Sie daran, dass die URL per https:// aufgerufen wird und sich ein grünes Schloss vor der URL befindet. Bei der Umstellung sollten Sie beachten, dass alle URLs mit HTTP per 301 Weiterleitung auf HTTPS umgeleitet werden. Dies lässt sich z.B. in der .htaccess-Datei mit folgendem Code lösen:

RewriteEngine On 
RewriteCond %{HTTPS} !on
RewriteRule (.*) https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [R=301,L]

Oft kann man auch im Adminportal des Hostinganbieters eine HTTPS-Erzwingung aktivieren, womit die Weiterleitung automatisch eingerichtet wird.


Hosting

Bei Ihrem Hostinganbieter landen nicht nur die Dateien Ihrer Website, sondern auch sensible Daten wie Zugriffe, Kontaktdaten oder versendete Mails. Deshalb sollten Sie unbedingt einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AV) mit Ihrem Hostinganbieter abschließen. Die meisten Hostinganbieter haben bereits Vorlagen dafür und können Ihnen diese zusenden.


Datenschutzerklärung

Die Datenschutzerklärung sollte jederzeit auf der Website erreichbar sein. Am besten platzieren Sie sie direkt in der Fußzeile. Je nach den individuellen Gegebenheiten, sollten Sie Ihre Datenschutzerklärung inhaltlich anpassen. Für eine vollkommen rechtssichere Datenschutzerklärung kontaktieren Sie einen Anwalt, der mit Ihnen gemeinsam diese Erklärung aufsetzt. Alternativ bieten sich Online-Generatoren an:


Cookies

Cookies sind kleine Textdateien, die im Browser gespeichert werden. Dadurch kann z.B. nachvollzogen werden, welche Websiten ein Nutzer besucht hat. Diese gewonnenen Daten werden für die Platzierung von Werbung oder Traffic-Analysen genutzt. Generell gilt: Setzen Sie nur die Cookies ein, die wirklich notwendig sind. Bei einem Shop kann dies z.B. ein Session-Cookie für den Warenkorb sein.

Laut neuer DSGVO muss es einen Hinweis auf Cookies, Tracking und Widerspruchsmöglichkeit geben. Das sollte unbedingt in der Datenschutzerklärung erfolgen. Ebenso sollte ein Cookie-Hinweis, welcher direkt beim Betreten der Seite erscheint, integriert werden. Dieser darf jedoch nicht das Impressum überdecken.

Cookie-Hinweis – WordPress & DSGVO

Für die Umsetzung eines solchen Hinweises gibt es unterschiedliche Plugins für Wordpress:


Kontaktformulare

Bei Kontaktformularen empfehlen wir, sich die Erlaubnis zur Verwendung der Formulardaten einzuholen. Dies kann/sollte über eine Checkbox mit einem kurzen Erklärtext am Ende des Formulars erfolgen. Der Text könnte zum Beispiel lauten:

Mit dem Absenden Ihrer Anfrage erklären Sie sich mit der Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage und unserer Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise einverstanden.

Verwenden Sie viele Formulare mittels Contact Form 7 oder Gravity Forms, können Sie mit dem Plugin WP GDPR Compliance diese Checkbox mit einem Klick für alle Formulare einrichten.

Gehen Sie mit Pflichtfeldern sparsam um. Laut der neuen DSGVO, beziehungsweise auch schon im vorherigen BDSG, dürfen personenbezogenen Daten nur dem Zweck angemessen sowie auf das für die Zwecke der Verarbeitung notwendige Maß beschränkt, erfasst werden. Deshalb sollten Sie in Kontaktformularen nur so viele personenbezogene Daten erheben, wie wirklich notwendig. Diese sollten als Pflichtfelder markiert werden. Bei allen anderen Angaben ist es wichtig klarzustellen, dass es sich nicht um Pflichtangaben handelt.


Kommentare

Genauso wie beim Kontaktformular, sollte der Nutzer auch bei den Kommentaren seine Zustimmung per Checkbox erklären. Dies lässt sich ebenfalls sehr einfach mit dem oben genannten Plugin WP GDPR Compliance lösen. Zusätzlich sollte ein Double-Opt-In-Verfahren eingeführt werden, wenn Nutzer sich eine Benachrichtigung per E-Mail über Antworten oder weitere Kommentare zusenden lassen möchte. Auch hierfür gibt es ein geeignetes Plugin: Subscribe to Double-Opt-In Comments.

Ein stark umstrittenes Thema ist die Speicherung von IP-Adressen zu den Kommentaren in der Datenbank mittels Wordpress. IP-Adressen sind personenbezogene Daten, deren Speicherung eigentlich vermieden werden soll. Doch warum speichert Wordpress die IP-Adressen in der Datenbank? Zum einen ermöglicht es eine strafrechtliche Nachverfolgung bei beleidigenden Kommentaren und zum anderen kann der Website-Besitzer so unerwünschte Kommentare zu blockieren. Um einen rechtlichen Konflikt zu vermeiden, sollten Sie die Speicherung der IP-Adresse unterbinden. Hierfür können Sie folgenden Code in die functions.php einfügen:

function wpb_remove_commentsip( $comment_author_ip ) {
return '';
}
add_filter( 'pre_comment_user_ip', 'wpb_remove_commentsip' );

Alternativ können Sie auch das Plugin Remove IP installieren. Sie müssen es lediglich aktivieren und schon werden die IP-Adressen nicht mehr gespeichert. Alte IP-Adressen befinden sich dennoch in der Datenbank und müssen über ein MySQL Query:

UPDATE 'wp_comments' SET 'comment_author_IP' = '';

gelöscht werden.


Google Analytics

Nutzen Sie Google Analytics, sollten Sie eine Auftragsverarbeitung mit Google abschließen und im Analytics Konto dem “Zusatz zur Datenverarbeitung” zustimmen. Zwingend notwendig ist es, die IP-Anonymisierung zu aktivieren. Hierbei wird die IP-Adresse des Nutzers gekürzt und somit anonymisiert.

Universal Analytics

Dafür muss folgender Code zum Analytics-Code hinzugefügt werden:

ga('set', 'anonymizeIp', true);

ga.js

Bei ga.js muss folgender Code ergänzt werden:

gtag('config', 'UA-XXXXXXXX-X');
gtag('config', 'UA-XXXXXXXX-X', { 'anonymize_ip': true });

Google Tag Manager

Im Google-Analytics-Tag muss unter „Weitere Einstellungen“ > „Festzulegende Felder“ das Feld anonymizeIp mit dem Wert „true“ eingetragen werden.

Google Tag Manager – DSGVO & WordPress

Zusätzlich muss ein Google Analytics Opt-Out integriert und in der Datenschutzerklärung eingebunden werden. Je nach Art der Einbindung von Google Analytics muss ein zusätzliches Skript auf der Seite hinterlegt werden, welches das Opt-Out-Verfahren per Klick auf den entsprechenden Link auslöst. Vor allem weil es bisher nur ein Google Browser-Addon für Desktop-Clients gibt und mobile Nutzer keine Möglichkeit haben, Tracking zu unterbinden, ist das Opt-Out-Verfahren wichtig.


Update Wordpress

Ein Update auf die aktuelle Version von Wordpress 4.9.6 ist sehr empfehlenswert, da es bereits einige DSGVO-Probleme löst. Folgende Neuerungen wurden integriert:

  • Kommentare mit Checkbox: Unter dem Kommentarfeld wird automatisch eine Checkbox gesetzt, welche der Nutzer optional anklicken kann und somit zur Speicherung seiner Daten zustimmt. Sollte die Checkbox nicht aktiviert worden sein, werden auch keine Daten gespeichert. Es kann sein, dass bei einigen Themes diese Checkbox nicht automatisch angezeigt wird. Hier muss der Hersteller bzw. der Programmierer sich darum kümmern, dass der Code angepasst wird.
  • Native Datenschutzseite: Im Wordpress Backend unter Einstellungen befindet sich ein weiterer Menüpunkt „Datenschutz“. Sie können wählen zwischen „neuer Datenschutzseite erstellen“ oder eine vorhandene Seite auswählen. Bei einer neuen Seite wird diese mit einem Standardtext gefüllt, welcher je nach Gegebenheiten angepasst werden muss. Themes & Plugins, die personenbezogene Daten speichern, können nun mittels einer Funktion Texte vorschlagen, die in der Datenschutzerklärung mit aufgenommen werden sollten. Jedoch nur, wenn die Themes & Plugins diese Funktion nutzen.
  • Löschen personenbezogener Daten: Äußert ein Nutzer den Wunsch, dass alle seine Daten gelöscht werden sollen, kann dies mit dem neuen Werkzeug „personenbezogene Daten löschen“ durchgeführt werden. Hierzu gibt man lediglich die E-Mail-Adresse des Nutzers an und es wird eine E-Mail an den Benutzer gesendet mit einem Link zur Aktivierung der Löschung.
  • Export personenbezogener Daten: Dieses Werkzeug ist notwendig für das „Recht auf Datenauskunft“. Jeder hat das Recht, Auskunft über die bisher über die Person gespeicherten Daten zu verlangen. Ähnlich wie beim „Löschen personenbezogener Daten“ wird der Nutzer auch hier über die E-Mail identifiziert und erhält eine Bestätigungsmail.


Services von Drittanbietern: Gravatar, Google Webfonts und Google Maps

Viele Drittanbieter stellen Verbindungen zu Ihren eigenen Servern her und erhalten somit Daten von Ihren Nutzern. Explizit für Wordpress möchten wir kurz auf das Thema Gravatar, Google Webfonts und Google Maps eingehen.

Gravatar

Bei Blogkommentaren werden oft Bilder der Nutzer angezeigt. Diese stammen von gravatar.com. Nutzer können sich dort mit einer E-Mail-Adresse registrieren und ein Bild hinterlegen. Schreibt dieser Nutzer nun einen Kommentar auf einem Blog mit dieser E-Mail-Adresse, stellt Wordpress automatisch eine Verbindung zu gravatar.com her und zeigt das entsprechende Bild an. Auch hier findet ein Austausch von Daten statt. Aktuell arbeitet Wordpress an einer Lösung. Vorübergehend lassen sich im Wordpress Backend unter Einstellungen > Diskussionen (ganz unten) Gravatare auch deaktivieren. Eine Alternative ist das Plugin Avatar Privacy welches den Nutzer um Erlaubnis bittet, Gravatare zu benutzen.

Google Webfonts

Beim Aufruf von Google Webfonts wird eine Verbindung zum Google Font-Server hergestellt und dabei die IP-Adresse des Nutzers übertragen. Abschaffen kann man dieses Problem, indem man die Schriften lokal speichert und einbindet. Hier sollten jedoch die jeweiligen Lizenzbedingungen berücksichtigt werden.

Google Maps

Auch beim Aufruf von Google Maps wird eine Verbindung zum Google Server hergestellt und dabei die IP-Adresse des Nutzers übertragen. Hier sollte ein Opt-In-Verfahren in Betracht gezogen werden, indem der Nutzer bestätigt, dass er die Map (das gleiche gilt auch für Youtube-Videos o.ä.) angezeigt bekommen möchte und sich bewusst ist, dass hierbei Daten übertragen werden. Aktuell gibt es für Wordpress das kostenpflichtige Plugin Borlabs Cookie über welches man einfach dieses Verfahren integrieren kann.

Dies ist nur ein kleiner Teil von Drittanbieter Services, die auf einer Website genutzt werden. Auch Share Buttons und Social Boxes müssen zwecks der neuen DSGVO konform eingebunden oder ganz entfernt werden.


Fazit

Dieser Artikel umfasst nur einen Teil, der umzusetzenden Maßnahmen, um der DSGVO gerecht zu werden. Wichtig ist ebenfalls, alle eingesetzten Plugins zu kontrollieren: Werden personenbezogene Daten gespeichert? Verwendet das Plugin Cookies oder stellt Verbindungen zu Drittanbietern her?

Als Nicht-Juristin ist die praktische Umsetzung oft schwierig, zumal viele Punkte noch stark diskutiert werden und nicht zu 100 Prozent klar sind. Es bleibt abzuwarten, was noch alles ans Licht kommt bzw. werden die ersten Urteile sicherlich als Präzedenzfälle für die Umsetzung herangezogen. Dennoch ist ein stärkeres Schützen von personenbezogenen Daten absolut unterstützenswert.


DSGVO 2018 – MADD Agency

Die neue Datenschutzschutzverordnung tritt in Kraft

Was ist die Datenschutzgrundverordnung?

Die DSGVO ist ein EU-Gesetz, das in Deutschland das bisherige Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und die EU-Datenschutzrichtlinie (Richtlinie 95/46/EG), auf der das BDSG basiert, ablöst. Die Verordnung regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten. Ziel ist es, das Datenschutzrecht innerhalb der Europäischen Union auf einen einheitlichen Stand zu bringen. Dadurch sollen nicht nur die Rechte und Kontrollmöglichkeiten der Bürger gestärkt, sondern auch gleiche Wettbewerbsbedingungen für in der EU tätige Unternehmen geschaffen werden.

Für wen gilt die Datenschutzgrundverordnung?

Die DSGVO gilt für alle Webseiten-Betreiber und Unternehmen, die in der EU ansässig sind und mit personenbezogenen Daten arbeiten. Auch Unternehmen, die ihren Sitz außerhalb der EU haben, und ihre Dienste EU-Bürgern anbieten, müssen sich an die neue Verordnung halten.
Zu den personenbezogenen Daten gehören sowohl Name, Anschrift, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Kontoverbindung als auch Kfz-Kennzeichen, Steuernummer, IP-Adresse und Cookies.

Was bedeutet die DSGVO für Privatpersonen?

Neben dem Schutz personenbezogener Daten verfolgt die DSGVO das Ziel, mehr Transparenz zu schaffen. Das heißt im Klartext:

  • Die Datenschutzerklärung muss präzise, leicht zugänglich und klar formuliert sein
  • Neben dem Zweck der Datenverarbeitung muss auch angegeben werden, auf welcher Rechtgrundlage die Daten erhoben werden
  • Das Unternehmen muss den Verbraucher informieren, wie lange die Daten gespeichert werden
  • Firmen müssen ebenfalls darüber Auskunft geben, ob sie die Daten von Dritten bekommen haben

Zudem werden dem Bürger durch die DSGVO erweiterte Rechte eingeräumt:

  1. Auskunftsrecht: Per Brief oder Mail können EU-Bürger Unternehmen dazu auffordern, ihnen Auskunft über ihre persönlichen Daten zu geben. Innerhalb eines Monats müssen Unternehmen die Gesuche beantworten.
  2. Recht auf Datenübertragung: Unternehmen müssen im Falle eines Anbieterwechsels die Daten des Nutzers dem anderen Anbieter übermitteln (z. B. beim Wechsel einer Bank, eines Internet- oder Stromanbieters).
  3. Recht auf Vergessenwerden: Unternehmen sind dazu aufgefordert, personenbezogene Daten zu löschen, wenn diese nicht mehr benötigt werden, unrechtmäßig verarbeitet wurden oder es von dem jeweiligen Nutzer verlangt wird.

Was bedeutet die DSGVO für Unternehmen?

Für Unternehmen gelten auch weiterhin die bisherigen Grundprinzipien des Datenschutzes:

  • Rechtmäßigkeit: Daten dürfen nur verarbeitet werden, wenn es das Gesetz erlaubt.
  • Transparenz: Die Verarbeitung personenbezogener Daten muss nachvollziehbar sein (z. B. durch eine verständliche und vollständige Datenschutzerklärung)
  • Verbot mit Erlaubnisvorbehalt: Jede Verarbeitung personenbezogener Daten ist verboten, sofern sie nicht per Gesetz erlaubt wurde.
  • Zweckbindung: Daten dürfen nur für den Zweck verarbeitet werden, für den sie erworben wurden (Gibt ein Nutzer z. B. seiner E-Mail-Adresse für einen Newsletter preis, darf diese auch nur dafür verwendet werden).
  • Datenminimierung: Eine Datenerhebung auf Vorrat ist verboten, Unternehmen müssen die Daten auf das dem Verarbeitungszweck notwendige Maß beschränken.
  • Integrität und Vertraulichkeit: Unternehmen müssen mithilfe technischer und organisatorischer Maßnahmen dafür sorgen, dass die Daten vor Zerstörung, unbefugter Verarbeitung, Verlust oder Veränderung geschützt sind.

Neben den Grundprinzipen des Datenschutzes wurden die Prinzipien „Privacy by Design“ und „Privacy by Default“ der neuen Datenschutzverordnung hinzugefügt. Das Prinzip Privacy by Design besagt, dass bereits bei der konzeptionellen Entwicklung von Produkten und Verfahren Datenschutzmaßnahmen einbezogen werden müssen. Privacy by Default schreibt vor, dass technische Geräte und IT-Anwendungen so voreinzustellen sind, dass nur die Daten erhoben werden, die für den jeweiligen Verarbeitungszweck notwendig sind.

Was Unternehmen & Webseiten-Betreiber gemäß der neuen DSGVO tun müssen

Wenn nötig, einen Datenschutzbeauftragen benennen

Der Datenschutzbeauftragte ist dafür zuständig, dass alle Datenschutzvorgaben eingehalten werden. Zu seinen Aufgaben zählen u. a. die Beratung von Verantwortlichen innerhalb des Unternehmens, die Schulung von Mitarbeitern sowie die Zusammenarbeit mit der zuständigen Datenschutzbehörde.
Ein Datenschutzbeauftragter ist nötig, wenn

  • sich mindestens zehn Mitarbeiter eines Unternehmens regelmäßig mit personenbezogenen Daten beschäftigen.
  • Daten verarbeitet werden, für die eine Datenfolgeabschätzung notwendig ist (dies gilt für besonders sensible Daten wie ethnische Herkunft, sexuelle Orientierung, Religionszugehörigkeit, Gesundheit).
  • personenbezogene Daten an Dritte übermittelt oder zu Markt- und Meinungsforschungszwecken verarbeitet werden.

Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten anlegen

Von großer Bedeutung für Unternehmen und Webseiten-Betreibern sind insbesondere die verschärften Dokumentations- und Rechenschaftspflichten. So muss ein Unternehmen nachweisen können, dass Nutzer eine ausdrückliche Zustimmung zur Datenspeicherung und -verarbeitung gegeben haben. In einem „Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten“ ist festzuhalten:

  • wie personenbezogene Daten verarbeitet werden,
  • wer auf diese Daten Zugriff hat und
  • wie die Daten geschützt werden.

Webseite gemäß den DSGVO-Vorgaben anpassen

Bis auf Internetseiten, die ausschließlich privaten Zwecken dienen, keine Werbebanner einblenden und keine Analysetools nutzen, sind alle Webseiten von der EU-Datenschutzverordnung betroffen. Webseiten müssen selbst dann DSGVO-konform sein, wenn keine Nutzerdaten abgefragt werden. Grund ist die IP-Adresse, die übertragen wird, wenn ein Nutzer eine Seite aufruft, denn IP-Adressen fallen unter den Begriff personenbezogene Daten. Folgende Punkte müssen gemäß DSGVO erfüllt sein:

  1. die Webseite muss verschlüsselt sein
  2. die Datenschutzerklärung muss den Nutzer ausführlich über die Erfassung von Personendaten, IP-Adressen, zum Umgang mit Social Plugins und Kontaktformularen, zur Nutzung von Cookies sowie zum Einsatz von Analyse- und Targeting-Tools informieren
  3. die Datenschutzerklärung muss eine Opt-Out-Funktion enthalten, die es dem Nutzer ermöglicht, die Datenweitergabe an Google zu widersprechen bzw. zu unterbinden
  4. in eingebundenen Formularen auf der Seite dürfen nur personenbezogene Daten erhoben und als Pflichtfelder markiert werden, die tatsächlich nötig sind, um die entsprechende Anfrage zu beantworten
  5. Nutzer müssen selbst entscheiden können, ob ihre Daten durch Social Plugins an soziale Netzwerke übertragen werden sollen
  6. werden Analyse-Dienste wie Google Analytics genutzt, müssen gesammelte IP-Adressen anonymisiert werden, so dass kein Personenbezug mehr möglich ist; zudem muss mit Google ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen werden
  7. Nutzer müssen über Cookies informiert werden; bereits beim ersten Aufruf der Seite ist per Cookie-Warnung eine Einwilligung einzuholen
  8. auch mit Newsletter-Diensten wie MailChimp und ggf. mit dem Webhoster müssen Verträge zur Auftragsverarbeitung geschlossen werden

Wer sich noch nicht mit der neuen Datenschutzverordnung auseinandergesetzt und seine Webseite gemäß den neuen Anforderungen angepasst hat, sollte dies unverzüglich nachholen. Andernfalls drohen bis zu 20 Millionen Euro hohe Bußgelder oder 4 Prozent des Vorjahresumsatzes.

© anyaberkut/iStock.com


Meta Snippets Google

So schnell kann’s gehen: Google Snippets sind wieder kürzer

Erst im Dezember vergangenen Jahres erhöhte Google die mögliche Länge der angezeigten SERP-Snippets von zwei auf bis zu vier Zeilen. Knapp ein halbes Jahr später ist damit wieder Schluss: Back to the roots, back to zwei Zeilen…

Was sind Google Snippets?

Unter Snippets versteht man die kurze Textvorschau, die in den Suchergebnisseiten von Google angezeigt wird.

Screenshot von Metadaten bei Google

Neben dem Title soll der Snippet-Text den Suchenden zum Klicken animieren. Bis vor kurzem hatte man vier Zeilen Platz, um die Inhalte der entsprechenden URL zusammenzufassen und den User auf seine Seite zu locken. Jetzt rudert Google zurück und begrenzt die Zeilenanzahl wie vor der Umstellung im Dezember 2017 wieder auf zwei Zeilen.

Danny Sullivan von Google bestätigte via Twitter die Änderung. Er sagte außerdem, dass es keine feste Länge für Snippets gibt. Ihm zufolge variiert die Länge in Abhängigkeit der aktuellen Systemvorgaben.

Danny Sullivan auf Twitter:

Our search snippets are now shorter on average than in recent weeks, though slightly longer than before a change we made last December. There is no fixed length for snippets. Length varies based on what our systems deem to be most useful.

Wie kann ich Snippets ändern?

Wer seine Snippets kürzen, verlängern oder inhaltlich ändern möchte, muss die entsprechende Meta-Description der Seite anpassen. Weitere Infos zu Meta-Title und -Description gibt’s hier.

Johannes Beus von Sistrix stellt in seinem aktuellen Artikel ganz richtig fest: Google nimmt und Google gibt, wie es Google passt.

Wir dürfen gespannt sein, wofür und für wie viele Zeilen sich die Suchmaschine in den nächsten Monaten entscheidet.


Smartphone mit Google-Suchseite

Google startet Mobil-First-Indexing: Höchste Zeit für die mobile Optimierung

10 Tipps – Darauf sollten Sie bei der mobilen Optimierung achten

Nach eineinhalb Jahren Testphase hat Google Ende März 2018 seinen Mobile-First-Index offiziell gestartet. Wie wird sich der Index aufs Suchmaschinenranking auswirken? Was sollten Webseiten-Betreiber hinsichtlich mobiler Optimierung beachten?

Was verbirgt sich hinter dem Mobile-First-Index?

Für die Indexierung und Bewertung von Webseiten wurden bisher die Desktop-Versionen der jeweiligen Seiten herangezogen. Mit dem Start des Mobil-First-Index läutet Google einen Epochenwechsel ein: Zukünftig wird die mobile Version einer Website ausschlaggebend für das Ranking sein. Google legt daher allen Seitenbetreibern nahe, sich zeitnah um eine optimale Mobil-Version ihrer Seite zu kümmern. Weitere Infos zum Mobile-First-Index gibt’s hier.

Mobile Optimierung – was ist das eigentlich?

Mobile Optimierung bedeutet, die eigene Website „mobile-friendly“ zu gestalten. Um dies zu erreichen, werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die dabei helfen, die Website-Inhalte auf mobilen Endgeräten optimal darzustellen und nutzbar zu machen.

Warum ist Mobile Optimierung so wichtig?

Immer mehr User nutzen mobile Endgeräte zum Suchen und Surfen im Netz. Mittlerweile haben weltweit die mobilen Suchanfragen die Anfragen über Desktop-PCs bereits überholt. In Deutschland suchen etwa 40 % der User via Smartphone und Tablet – Tendenz steigend. Webseiten-Betreiber müssen auf das geänderte Nutzerverhalten ihrer User reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die mobile Suche ist ein wichtiger Distributionskanal, der andere Anforderungen an die Website stellt. Im mobilen Bereich haben User und Webseiten-Betreiber gleichermaßen mit zum Teil unzuverlässigen Internetverbindungen zu kämpfen. Und auch die Bandbreiten sind nicht so hoch wie im Desktop-Bereich. Eine klassische Desktop-Seite wird auf mobilen Endgeräten niemals eine so gute Performance liefern können wie eine hoch optimierte mobile Version der Seite.

Wie erfolgt die mobile Optimierung?

Alle Seitenbetreiber, die ihre Website für Smartphone, Tablet und Co optimieren möchten, können grundsätzlich zwischen zwei Möglichkeiten wählen:

  1. Responsive Design: Bei einer Responsive Design Programmierung wird dafür gesorgt, dass sich Webinhalte, Frames, Texte und Bilder an die jeweilige Bildschirmgröße der mobilen Endgeräte anpassen. Nachteilig hierbei ist, dass sich nicht alle Inhalte verlust- bzw. fehlerfrei an jeden beliebigen Bildschirm anpassen lassen.
  2. Mobile-Domains: Eine weitere Möglichkeit der mobilen Optimierung bietet eine zweite Seitenversion, die speziell für mobile Inhalte ausgelegt ist. Hierbei wird der Content der Website auf eine mobile-URL (m.-Seiten) übertragen. Was häufig zu Problemen führt: Alle auf dem Desktop erreichbaren Inhalte müssen auf die mobile Version umgeleitet werden.

Und was ist nun besser? Richtet man sich nach der Empfehlung von Google, fällt die Wahl auf ein responsives Layout. Der Vorteil hierbei ist, dass Quelltext und Content der Desktop- und Mobile-Seite identisch sind. Dies macht es für Google einfacher, für beide Seiten dieselben Inhalte zu indexieren und richtig zu interpretieren.

Was bedeutet der Mobile-First-Index für Seiten ohne mobile Version?

Desktop-Webseiten werden auch ohne responsive Design oder eigenständiger mobilen Seite indexiert. Sie haben allerdings zukünftig Ranking-Einbußen zu befürchten. Eine professionelle mobile Optimierung der Seite ist hier sehr zu empfehlen. Dabei sollte jedoch nichts überstürzt werden, denn eine sehr gute Desktop-Website ist immer noch besser als eine schlecht optimierte responsive oder mobile Version.

10 Tipps: Worauf muss ich bei der mobilen Optimierung achten?

Wer ein Responsive Design nutzt, ist laut Google hinsichtlich Mobile-First-Indexing bereits gut aufgestellt. Webseiten mit einer separaten Mobile-Version sollten folgende Tipps bei der Mobile-First-Optimierung beachten:

  1. Die mobile Seite in der Google Search Console anmelden, um Google deren Existenz zu übermitteln.
  2. Die mobile Webseite muss hochwertigen Content (Texte, Bilder, Videos) in crawlbaren und indexierfähigen Formaten enthalten.
  3. Ladezeiten optimieren: Insbesondere im Mobile-Bereich zählt jede Sekunde. Um hohe Absprungraten zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Seite schnell lädt.
  4. Auf die Schriftgröße achten: Alle Inhalte sollten ohne Zoomen lesbar sein.
  5. Die Größe der Schaltflächen optimieren, damit sie problemlos angeklickt werden können.
  6. Sowohl für Mobile- als auch für Desktop-Seiten müssen Meta-Daten vorhanden sein.
  7. Strukturierte Daten müssen auf allen Website-Versionen vorhanden sein. Wichtig hierbei ist, die URLs der mobilen Seite zu verwenden.
  8. Href-Links sind separat zu setzen: auf der mobilen Seite müssen sie auf mobile URLs verweisen, auf dem Desktop auf Desktop-URLs.
  9. Es ist zu überprüfen, dass die robots.txt sowohl auf der Desktop- als auch auf der Mobile-Version alle wichtigen URLs und Informationen für den Crawler freigibt.
  10. Es muss sichergestellt werden, dass der eigene Webserver über genügend Kapazitäten verfügt, da es im Zuge der Umstellung zu einer Erhöhung der Crawling-Rate kommen kann.

Allen Seitenbetreibern sei ans Herz gelegt, sich mit der Best Practice von Google hinsichtlich Mobil-First-Indexing auseinanderzusetzen, um auch in Zukunft im Netz bestmöglich aufgestellt zu sein.

Fazit

Zunächst müssen Seiteninhaber, die ihre Website noch nicht mobil optimiert haben, keine Angst haben. Die Einführung des Mobile-First-Index ist ein langsamer Prozess. Von heute auf morgen sind keine großen Ranking-Änderungen zu erwarten. Google ruft dennoch Website-Betreiber dazu auf, Inhalte für die mobile Nutzung zu optimieren. Ab Juli 2018 können laut Google langsam ladende Seiten in den Rankings benachteiligt werden. Zusammengefasst lässt sich sagen: Auch, wenn Google reine Desktop-Seiten weiterhin indexiert, kommen Sie um eine mobile Version nicht mehr herum, wenn Sie bestmögliche Ranking-Ergebnisse erzielen wollen.


AMP Seiten – Alles über das Google-Projekt

AMP Seiten – Alles über das Google-Projekt

Die digitale Welt wächst, mobiles Internet wird immer wichtiger und User zunehmend ungeduldiger. Das Problem vieler mobiler Webseiten: lange Ladezeiten, die zu hohen Absprungraten führen. Können AMPs hier Abhilfe schaffen?

Was ist AMP?

„Accelerated Mobile Pages“ – kurz AMP – ist ein von Google ins Leben gerufenes Projekt zur Senkung der Ladezeiten auf Mobilgeräten. Das AMP-Projekt ist eine Open-Source-Initiative, die in Zusammenarbeit zahlreicher Entwickler, Verlage, Webseiten, Vertriebsplattformen und Tech-Unternehmen entstand. Im Februar 2016 wurden die ersten AMP Seiten live gestellt. Ziel des Projektes ist es, das Internet für User noch nutzerfreundlicher zu machen – mit optisch ansprechenden und schnellen Websites und Anzeigen. AMP Seiten werden auf der mobilen Suchergebnisseite von Google ausgespielt und sind am kleinen Blitz-Symbol erkennbar.

AMP Seiten: Google Screenshot

Warum sind AMPs wichtig?

Etwa 51 % der Internet-User nutzen Smartphones oder Tablets zum Surfen – Tendenz steigend – und der Desktop PC rückt zunehmend in den Hintergrund. Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, führt kein Weg daran vorbei, die eigenen mobilen Websites zu optimieren.

Webseiten-Betreiber verlieren mit jeder Sekunde Wartezeit Seitenbesucher und potenzielle Kunden. Nach Google Angaben verlassen 40 % aller Besucher die Webseite, wenn sie nicht innerhalb von drei Sekunden geladen ist. Mit AMPs lässt sich die Ladezeit um bis zu 85 % optimieren – ein entscheidender Vorteil für alle Beteiligten.

Für wenn sind AMP Seiten sinnvoll?

Theoretisch bieten sich AMPs für jeden an, der mit seiner Website über Google gefunden werden möchte. Enorm profitieren können Branchen, bei denen es sehr stark auf Schnelligkeit und Aktualität ankommt – wie beispielsweise Nachrichtendienste.

Doch auch für Betreiber von Online-Shops kann AMP interessant sein, um die Ladegeschwindigkeiten der eigenen Seiten und damit auch die User Experience zu verbessern. Für Websites, bei denen die grafische Darstellung eine starke Rolle spielt, ist AMP unter Umständen weniger geeignet, da die optische Wirkung verloren gehen könnte. Tipps zur Erstellung der ersten eigenen AMP-Seite gibt’s hier.

Auch wenn AMP für die eigene Website weniger sinnvoll erscheint, sollte immer darauf geachtet werden, dass die Seite mobile-friendly ist und auf Mobilgeräten gut dargestellt wird.

AMP Seiten: Screenshot MADD Agency Webseite

Gibt es einen Unterschied zwischen mobil-optimierten Seiten und AMPs?

Responsive Webdesign – die Mobil-Optimierung von Websites – konzentriert sich in erster Linie auf das Rendering von Inhalten. Mobil optimierte Seiten passen sich an den entsprechenden Bildschirmen an und werden sowohl auf Desktop PCs, Laptops und Mobilgeräten angezeigt. AMP Seiten hingegen sind nur für mobile Geräte geeignet. Mobil optimierte Seiten sind demnach flexibler, weisen allerdings auch Problematiken auf: Die Website muss für jedes Endgerät neu gestaltet werden. Zudem ist die Ladegeschwindigkeit in der Regel höher als bei AMP Seiten.

Vorteile und Nachteile von AMP

Vorteile Nachteile
AMP Seiten laden schneller und verbrauchen weniger Datenvolumen Ein Zoomen von Bildern ist auf AMP Seiten nicht möglich
Schnellere Ladezeiten verringern die Absprungraten und erhöhen die Verweildauer Videos lassen sich nicht direkt auf den Seiten implementieren (nur, wenn sie z. B. über YouTube gehostet werden)
AMP Seiten werden in den organischen Suchergebnissen angezeigt > User gelangen schneller zu den gesuchten Informationen, Webseiten-Betreiber können eine höhere Bekanntheit erreichen und mehr Klicks generieren Animierte Features, die User zur Interaktion bewegen sollen (z. B. Pop-ups, Toolbars) funktionieren nicht
Die Nutzung von AMP ist zwar kein direkter Rankingfaktor, beeinflusst allerdings positiv die User-Signale, die ins Ranking einfließen Website-Inhalte werden über den Google-Server ausgeliefert, was zu Traffic-Verlust führt

Fazit

AMPs sind vor allem für Websites mit statischem Content interessant – wie Newsseiten oder Blogs. Interaktive Inhalte werden derzeit nicht berücksichtigt. Doch dies kann sich in Zukunft ändern. Daher lohnt es sich für alle Webseitenbetreiber, die über die Google-Suche auf sich aufmerksam machen wollen, sich mit Accelerated Mobile Pages und deren Vorteilen auseinanderzusetzen.


Google Logo auf grauem Hintergrund

Meta-Daten für Magazine und Blogs erstellen: So mache ich User und Suchmaschinen glücklich

Die Artikel sind gut, doch leider haben noch nicht viele User die Blogbeiträge gelesen? Höchste Zeit sich mal die Meta-Daten der entsprechenden Seiten genauer anzuschauen. Mit ansprechenden Titles und Descriptions lassen sich nicht nur Aufmerksamkeit erregen und Interesse wecken, der User wird auch zum Klicken und Weiterlesen animiert. Im heutigen Beitrag möchten wir uns dem Thema “Meta-Daten” widmen:

  • Was genau sind eigentlich Meta-Daten?
  • Welche Meta-Daten gibt es und welchen Einfluss haben Sie auf das Suchmaschinen Ranking?
  • Meta-Title: das wichtigste Meta-Tag
  • Meta-Description: das ideale Meta-Tag, um Aufmerksamkeit zu erregen
  • Tools zur Erstellung von Meta-Daten
  • Fazit

Was genau sind eigentlich Meta-Daten?

Meta-Daten oder Meta-Tags sind Teile des HTML-Codes. Sie enthalten Meta-Angaben mit den wichtigsten Informationen über die jeweilige Webseite. Über den Quellcode kann man die Angaben einsehen. Die Tags sehen wie folgt aus:

<meta name=“Name des Tags“ content=“Anweisung bzw. Inhalt“>

Man kann beliebig viele Meta-Elemente nutzen, man kann aber auch auf sie verzichten. Ihr Vorteil: mit ihnen lassen sich sowohl für User als auch für Suchmaschinen wichtige Zusatzangaben bereitstellen. Die Daten werden von den Crawlern der Suchmaschinen gescannt und ausgewertet.

Welche Meta-Daten gibt es und welchen Einfluss haben Sie auf das Suchmaschinen Ranking?

Für das Suchmaschinen Ranking haben die meisten Meta-Tags keine oder nur eine sehr geringe Bedeutung. Zu den SEO-relevantesten Meta-Tags gehören der Meta-Title und die Meta-Description. Beide Meta-Tags erklären sowohl den Usern als auch den Suchmaschinen, welche Inhalte auf der Seite zu finden sind. Gibt man eine Suchanfrage bei Google, Bing und Co. ein, werden Title und Description neben der URL als Suchergebnis angezeigt.

Screenshot von Metadaten bei Google

Optimierte Titles und Descriptions helfen dabei, die User zum Klicken zu animieren und verbessern damit auch die Klickrate (CTR oder Click-Through-Rate) der Seite bzw. des Artikels.

Weitere Meta-Tags:

  • Mit dem Date-Tag lässt sich zum Beispiel angeben, an welchem Datum eine bestimmte Seite veröffentlicht wurde. Diese Angabe kann v. a. bei Online-Magazinen und Blogs sinnvoll sein, denn viele User halten insbesondere nach aktuellen Inhalten Ausschau.

<meta name=”date” content=”Sat, 12 Jun 2010 12:00:00 GMT”>

  • Das Author-Tag gibt Aufschluss über den Verantwortlichen des Seiteninhalts bzw. über den Autor des Blogartikels. Die Nutzung des Tags ist zwar nicht zwingend erforderlich, aber schadet auch nicht. Im Gegenteil: bei Magazinen und Blogs empfiehlt sie sich sogar. Denn der Tag bietet dem Nutzer zusätzliche Information zum Autor des Beitrags oder Artikels.

<meta name=”author” content=”MADD Agency”>

  • Um dem Crawler zu sagen, in welcher Sprache der Inhalt geschrieben wurde, verwendet man das Language-Tag.

<meta name=”language” content=”english”> oder <meta http-equiv=”language” content=”EN”>

  • Was auf keiner Seite fehlen sollte, ist das Robots-Tag. Damit lässt sich bestimmen, ob die entsprechende Seite indexiert werden und ob der Crawler den auf den Seiten integrierten Links folgen soll. Mithilfe des Tags können Dublicate Content und/oder der Verlust von Linkpower vermieden werden. Du kannst folgende Anweisungen nutzen:

Die Seite wird in den Index aufgenommen, den Links auf der Seite wird gefolgt:

<meta name=”robots” content=”index, follow”>

Die Seite wird in den Index aufgenommen, den Links auf der Seite wird NICHT gefolgt:

<meta name=”robots” content=”index, nofollow”>

Die Seite wird NICHT in den Index aufgenommen, den Links auf der Seite wird NICHT gefolgt:

<meta name=”robots” content=”noindex, nofollow”>

Die Seite wird NICHT in den Index aufgenommen, den Links auf der Seite wird gefolgt:

<meta name=”robots” content=”noindex, follow”>

Es gibt fürs Rating wichtige und auch irrelevante Meta-Tags. Entscheidend bei der Erstellung der Meta-Daten ist, dass für jede Seite verschiedene Meta-Angaben bereitgestellt werden, deren Informationen zu den Inhalten der Seite passen.

Meta-Title: das wichtigste Meta-Tag

Der Meta-Title bzw. das Title-Tag gehört zu den wichtigsten Faktoren bei der OnPage-Optimierung einer Website. Der Title gibt den Inhalt einer Webseite wieder. Wird kein eigener Title definiert, nutzen die Suchmaschinen hierfür beliebigen Content von der Seite. Das Title-Tag ist der wichtigste Keyword-Träger der Webseite. Er sollte genau die Keywords enthalten, zu den die Seite ranken soll. Man kann den Title einer Seite ganz leicht überprüfen, indem man mit der Maus über die Registrierkarte (Tab) des Browsers fährt. Oft wird der Title mit der Hauptüberschrift (<h1>) verwechselt. Die <h1> und der Title müssen allerdings nicht immer übereinstimmen. Bei Magazinartikeln und Blogbeiträgen kann es jedoch durchaus sinnvoll sein, wenn die Hauptüberschrift der Seite auch als Title genutzt wird.

Tipps & Tricks: Was bei der Erstellung von Meta-Titles zu beachten ist:

  • Jede Seite (URL) sollte einen einzigartigen Title besitzen
  • Im Title ist das Keyword zu integrieren, zudem die URL primär ranken soll
  • Das Keyword ist möglichst an erster Stelle zu platzieren
  • Der Titel sollte nicht länger als 70 Zeichen (inkl. Leerzeichen) bzw. nicht breiter als 600 Pixel sein
  • Die dargestellten Inhalte bieten einen Mehrwert für den User und animieren zum Klicken
  • Tipp: Auch den Namen des Blogs/Magazins im Title nennen

Bsp.:

SEO-Optimierung für Profis: Die besten Tipps für 2017 | SEO-Blog XY

 Tolle Ideen für Ihre Content Marketing Kampagne im XY Magazin

Meta-Description: das ideale Meta-Tag, um Aufmerksamkeit zu erregen

Mithilfe des Description-Tags lässt sich der Inhalt der Website bzw. des Magazin-/Blogartikels näher beschreiben. Sie wird zwar nicht für das Ranking einer Seite herangezogen, beeinflusst aber indirekt die CTR, da der User sich auch anhand der Description entscheidet, ob er klickt oder nicht.

Tipps & Tricks: Was bei der Erstellung von Meta-Descriptions zu beachten ist:

  • Jede Seite (URL) sollte eine einzigartige Description besitzen
  • Die Description sollte nicht länger als 156 Zeichen (inkl. Leerzeichen) bzw. nicht breiter als 500 Pixel sein
  • Auch die Description sollte das Fokus- und/oder Nebenkeywords enthalten
  • Die dargestellten Inhalte bieten einen Mehrwert für den User und animieren zum Klicken
  • Die Description stellt die Vorteile der User in den Vordergrund und enthält einen call-to-action
  • Tipp: Am besten nach dem AIDA-Prinzip (Attention, Interest, Desire, Action) aufbauen: Aufmerksamkeit erregen, Interesse wecken, Verlangen befriedigen und eine Aktion auslösen

Bsp.:

Die wichtigsten Rankingfaktoren für 2018! Im neuen Magazinartikel findest Du aktuelle News und praktische Tipps zur SEO-Optimierung. Jetzt informieren!

Google-Updates im Überblick: Von Panda bis Penguin – wir erklären, warum Google seinen Algorithmus ändert und wie Betroffene reagieren können. Jetzt lesen!

Tools zur Erstellung von Meta-Daten

Verschiedene Tools können bei der Erstellung der Meta-Titles und -Descriptions helfen. Gern genutzt wird der SERP Snippet-Generator von SISTRIX. Mit ihm lassen sich nicht nur Meta-Daten optimieren, er zeigt auch an, wie User den Suchtreffer der entsprechenden Website sehen könnten.

Im Netz tummeln sich viele weitere Tools, mit deren Hilfe sich Meta-Daten optimieren lassen. Viele Tools zeigen neben dem Desktop Suchergebnis auch mobile Ansichten in den SERPs für Smartphones und Tablets.


Fazit

Meta-Daten wie der Meta-Title und die Meta-Description sind Faktoren, die die CTR einer Seite oder eines Artikels maßgeblich beeinflussen können – sowohl positiv als auch negativ. Um die Klickrate zu messen, empfiehlt es sich, ein Tracking-Code auf der Seite zu installieren und ein Google Analytics Konto einzurichten. Via Google Analytics lassen sich Seiten oder Artikel mit schlechten Klickraten identifizieren und deren Meta-Daten gezielt optimieren. Entscheidend ist, dass bei der Erstellung bestimmte Kriterien eingehalten und dass für jede Seite unterschiedliche Meta-Daten erstellt werden. Wichtig ist auch, dass die Meta-Daten natürlich wirken, den Inhalt des Artikels wiederspiegeln und dem User einen Mehrwert bieten. Denn wie bei allen OnPage-Maßnahmen geht es auch bei der Meta-Daten Erstellung/Optimierung darum, in erster Linie den User zufriedenzustellen und im zweiten Schritt die Suchmaschine.


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CONTENTIXX 2018 - Content, Content, Content Marketing

Am 27.-28. Februar findet in Berlin die Content Marketing Konferenz CONTENTIXX statt. Viele hochkarätige Speaker setzen sich mit den verschiedensten Themen des Content Marketings auseinander  – ob Content-Strategien, Content-Formate oder Content-Seeding. Die Veranstalter versprechen viele Insights und intensives Networking. Dabei werden in familiärer Atmosphäre Themen wie Storytelling, Influencer Marketing, Native Advertising und B2B-Content Marketing besprochen. Interessant sind dabei natürlich auch die „Best-Practice“- Cases, die die Referenten präsentieren. Neben Vorträgen gibt es Workshops, in denen Wissen aus erster Hand weitergegeben wird. Das erfahrene Team der Campixx erweitert damit sein SEO-Programm für die Content Marketing-Welt.

Vom MADD-Team wird dieses Jahr Jette einige Veranstaltungen besuchen und wir freuen uns natürlich auf bekannte Gesichter!

Wann und Wo:
Datum:

27.-28 Februar


Ort:

Hotel am Müggelsee

Müggelheimer Damm 145

12559 Berlin-Köpenick


Mehr Informationen:

https://www.campixx.de/contentixx/


SEO-Headlines, die User und Suchmaschinen begeistern

Überschriften geben Websites eine Struktur und ermöglichen dem User, die Inhalte einer Seite nach kurzem „Scannen“ zu erfassen. Ansprechende, sinnvoll gegliederte Überschriften helfen aber nicht nur den Lesern bei der Erfassung und Verarbeitung des Contents, sondern auch den Crawlern der Suchmaschinen.

Warum Headlines wichtig sind, haben wir bereits erklärt. Heute möchten wir den SEO-Aspekt von Überschriften genauer betrachten. Im folgenden Beitrag stellen wir die verschiedenen Überschriftenarten und Kriterien, die eine suchmaschinenoptimierte Headline erfüllen sollte, vor, und verraten, welche Dos und Don’ts bei der Erstellung und Optimierung von Überschriften beachtet werden müssen.


Überschriftenarten und deren richtige Strukturierung

Es gibt sechs Überschriftenarten, die man in html-Dokumenten verwenden kann: <h1>, <h2>, <h3>, <h4>, <h5> und <h6>. Die <h1> ist die größte und wichtigste Überschrift, die nur einmal auf jeder Seite vorkommen sollte. Ihr folgen hierarchisch geordnet <h2> bis <h6>, die als Zwischenüberschrift dienen und jeweils logisch den anderen Überschriften untergeordnet sind. Bei der Strukturierung und Erstellung der Überschriften ist es ratsam, nur so viele Ebenen zu verwenden, wie es für die entsprechende Seite sinnvoll ist. Oftmals reicht <h3> als letzte Ebene aus. Die Überschriftenstruktur einer Seite könnte folgendermaßen aussehen:</p>

H1: Google Rankingfaktoren kennen und nutzen

   H2: Was sind Google Rankingfaktoren?

      H3: Die wichtigsten On- und OffPage-Kriterien

      H3: Rankingfaktoren, die Du nicht beeinflussen kannst

   H2: Wie kann ich mein Google Ranking verbessern?

      H3: OnPage-Optimierungsmöglichkeiten

      H3: OffPage-Optimierungsmöglichkeiten

   H2: Fazit

Wichtig

Auf eine <h2> Überschrift können mehrere <h3> Unterüberschriften und anschließend wieder eine <h2> folgen, aber keine <h4>. <h4> Headlines dürfen nur nach <h3> Überschriften gesetzt werden.

WARUM MAN KEINE ÜBERSCHRIFTEN AUSSERHALB DES EIGENTLICHEN INHALTES SETZEN SOLLTE

Um den Suchmaschinen das Crawlen zu erleichtern, ist es empfehlenswert, keine Überschriften in Form von H-Tags zu setzen, die nicht dem eigentlichen Seiteninhalt entsprechen. Das heißt, man sollte sowohl in der Navigation, im Footer als auch in der Seitenleiste und in Boxen (z. B. Box zur Newsletter-Anmeldung) Überschriften nicht als H-Tags integrieren, sondern als p-Tag mit einer eigenen Klasse, die per CSS-Definitionen optisch wie eine eigene Überschrift aussieht. Andernfalls könnte die Seite mit Begriffen ranken, die gar nichts mit dem Thema zu tun haben.


WAS EINE GUTE SEO-ÜBERSCHRIFT AUSZEICHNET

Damit eine Überschrift Interesse weckt und den Anforderungen der Leser und Suchmaschinen entspricht, sollte sie bestimmte Kriterien erfüllen. Eine ansprechende, SEO-optimierte Headline:

  • Ist kurz und prägnant
  • Enthält ein Keyword
  • Bietet einen hohen Informationsgehalt
  • Fasst den darauffolgenden Content zusammen
  • Ist leicht verständlich

BEI SEO-HEADLINES KEYWORDS NICHT VERGESSEN!

In der <h1> – der wichtigsten Überschrift der Seite – sollte immer der wichtigste Schlüsselbegriff für das Thema – das Fokuskeyword – zu finden sein. Und das möglichst weit vorne. Auch in den Unterüberschriften empfiehlt es sich, Keywords zu verwenden. Hier bietet es sich an, Neben- und Must-have-Keywords sowie wichtige Synonyme zu integrieren. Bei längeren Seiten und vielen Überschriften kann auch das Fokuskeyword mehrmals in den Überschriften verwendet werden. Doch Vorsicht: Man sollte nicht versuchen, um jeden Preis Keywords in die Headlines einzubauen. Keyword an unpassenden Stellen gefallen weder dem Leser noch der Suchmaschine. Wir merken uns: Keywords sind wichtig, vor allem in der <h1>. Aber es müssen nicht zwangsläufig in jeder Unterüberschrift Keywords integriert werden – nur dort, wo es sinnvoll ist.


DOS & DON’TS BEI SUCHMASCHINENOPTIMIERTEN HEADLINES

Folgende Dos und Don’ts helfen bei der Optimierung bestehender Inhalte und Websites sowie bei der Erstellung neuer SEO-Texte:

Dos

✓ Überschriften hierarchisch strukturieren

✓ Nur eine <h1> Überschrift pro Seite verwenden

✓ Keywords in die Überschriften integrieren (wenn möglich, an erster Stelle)

✓ Aussagekräftige Überschriften schreiben, die das Thema auf den Punkt bringen

Don'ts

–  Nach einer <h1> sollte keine <h3> und nach einer <h2> keine <h4> gesetzt werden

–  Keine Überschriften in der Navigation und im Footer setzen

–  Keine Überschriften in Boxen setzen, die nichts mit dem Inhalt zu tun haben

–  Keyword-Stuffing vermeiden

–  Keine Überschriften verwenden, um die Schriftgröße einer Webseite zu verändern


FAZIT

Um relevante Inhalte nachhaltig für die Suchmaschine aufzubereiten, ist die richtige Verwendung von Überschriften unerlässlich. Durch deren Nutzung wird dem Website-Content eine Gewichtung verliehen. Die Suchmaschine kann so erkennen, wie wichtig ein Thema ist und welche Rolle weitere Unterthemen einnehmen. Die <h1> wird nur einmal pro Seite verwendet und enthält das Fokuskeyword nach Möglichkeit an erster Stelle. Unterüberschriften können mit „weniger wichtigen“ Must-have- und Nebenkeywords ausgestattet werden. Keywords in Überschriften sind gut, man sollte aber nicht versuchen, sie auf Biegen und Brechen zu setzen. Denn in erster Linie ist es das Ziel, die Usability für den Leser zu verbessern. Und was dem Leser gefällt, gefällt in der Regel auch der Suchmaschine.


Google Update: Ab sofort bestimmt der Standort die SERP, nicht die Domain

Google ist stets bemüht, seine Suchfunktion zu optimieren, um dem User die besten Suchergebnisse auszuspielen. Ende Oktober verkündete das US-Unternehmen in einem Blogbeitrag, die Suche zukünftig lokaler und damit relevanter gestalten zu wollen. Was das genau bedeutet, was sich ändert und welche Auswirkungen das Google Update haben könnte, verraten wir im folgenden Beitrag.

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Deutscher Content Marketing Preis

And the winner is ... Women in Business

Am 24.10.2017, im Rahmen der diesjährigen Content World in Hamburg, war es soweit: die Gewinner des Deutschen Content Marketing Preises 2017 wurden prämiert. Wir können mit Stolz verkünden: Die E. Breuninger GmbH & Co gewann mit unserem gemeinsamen Projekt „Women in Business“ den 1. Platz in der Kategorie „Beste Multichannel-Kampagne“!

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